Von Bestellungen in den virtuellen Verkaufsläden

Alexander Bondar, 30. November 2009

In den vergangenen Tagen bin ich des Öfteren in den Genuss gekommen, mehrere Laptops bestellen zu dürfen. So unterschiedlich die Firmen sind, die die Bestellungen abwickelten, so allersamt unglücklich sind die Bestellungen abgelaufen.

Mal wurde die gewünschte SSD nicht verbaut obwohl ausdrücklich auf dem Bestellformular vermerkt. Dieser Fehler ist zwar an die vermittelnde öffentliche Einrichtung zurückzuführen, die wohl nicht so gut darauf eingestellt war. Der Umstand jedoch, dass anstatt des zugesagten Windows 7 die XP-Version des Betriebssystems eingerichtet wurde. Zwar lag eine Business-Version auf einem Recovery-Medium bei. Jedoch erschien es deutlich sinnvoller, die Enterprise-Edition zu installieren, mit dem Vorteil der vollständigen Kontrolle über das System. Eine weitere Bestellung aus dem Bildungsangebot wurde storniert nachdem über eine (Arbeits-)Woche hinweg telefoniert wurde bzw. E-Mails ausgetauscht wurden. Hier war es wohl vom Nachteil, dass die Verantwortlichen nicht klar auszumachen waren bzw. nur halbtags zu erreichen waren. Hier musste eine Neubestellung erfolgen. Jetzt war auch mal eine private Bestellung an der Reihe.

Das Laptop

Ein Samsung E252 sollte es werden. Die leistungsstarke Grafikkarte, akzeptable Akkulaufzeit, 4GB Arbeitsspeicher, angemessene Festplatte und wasserversiegelte und antibakterielle Tastatur waren ausreichend Gründe, um das Laptop zu bestellen. Bei der Auswahl des Onlineshops bin ich bei dem T-Online-Shop stehen geblieben. Zum einem ist der Anbieter bekannt, etabliert und wird wahrscheinlich nicht in den nächsten Monaten pleite gehen (aber man weiß es ja nie). Zum anderen war die Garantieverlängerung auf 5 Jahre recht günstig zu haben.

Der erste Anlauf

Man könnte meinen, dass die Suche das schwierigste am Einkauf sein sollte. Das Geld-Ausgeben sollten die Anbieter ja eigentlich denkbar einfach gestalten. Doch nicht so bei T-Online (und einigen anderen Anbietern).

Die denkbar einfachste Variante, an das Bestellte zu kommen ist die Bestellung auf Rechnung. Für diese Variante entschied ich mich auch, da das Laptop noch eingerichtet werden soll und bereits zum Ende dieser Woche zum Schenken fertig sein soll.

Da ich nicht jeden Tag vormittags auf den Paketdienst warten kann und möchte, sollte die Bestellung an eine Packstation gehen. Zu meiner Überraschung habe ich herausgefunden, dass in der unmittelbarer Nähe meiner bisherigen Station eine neue eingerichtet wurde. Die Packstation scheint wirklich gut anzukommen. Aber hier geht es ja nicht darum.

Also wurden die Rechnungsadresse, die Packstation, die Zahlungsart und ein Gutschein-Code eingegeben, alles überprüft und die Bestellung abgeschickt.

Nicht schwer zu erraten ist nun, dass die Bestellung nicht von T-Online akzeptiert wurde. Statt einer Erfolgsmeldung durfte ich lesen, dass die Bestellung nicht auf Rechnung verschickt werden könne. Warum auch immer. Keine Erklärung, kein Lösungsvorschlag, nichts.

Lediglich die E-Mail kam sofort, in der bestätigt wurde, dass ich nun ein Kunde im T-Online-Shop bin. Also man hat sich darum gekümmert, meine Daten zu speichern, nicht jedoch, mir das gewünschte Produkt zu liefern. Und gerade hiermit bin ich nun auch zu gar keinem Kunden von T-Online geworden.

Der zweite Anlauf

Nun, die Bestellung wurde nicht angenommen, ich wollte das Laptop haben und mein Geld dem T-Online-Shop anvertrauen. Also ging es zum zweiten Anlauf.

Ich wurde durch alle Eingabemasken erneut geleitet, habe erneut alles überprüft und bei der Zahlungsmethode bin ich stehen geblieben. Eine weitere Zahlungsmöglichkeit, bei der man an die Bestellung schnell kommt ist die Online-Überweisung von T-Pay. Soweit zumindest die Theorie.

Die großen Banken sollen das Verfahren unterstützen. Leider fand ich keine der großen Banken, die ich in Karlsruhe kenne durch die vorgeschlagene Eingabemaske. Ich fand jedoch auch die in den Beispielen angezeigte Nord LB Hannover nicht. Also nahm ich an, dass die Abfragemaske defekt ist.

Die Annahme war eine große Täuschung, wie sich später herausstellte. Die Bestellung wurde angenommen, um nach einem erfolglosen Versuch, das Geld zu überweisen wieder storniert zu werden.

Der verdiente Erfolg

Im dritten und letzten Anlauf entschied ich mich nun dazu, die Bestellung über Vorauskasse abzuwickeln, was auch halbwegs erfolgreich klappte.

Ich musste nur erneut nach dem Laptop im Shop suchen, die Eingaben erneut überprüfen und ganz altmodisch den Betrag überweisen.

Achso, der Gutschein funktionierte nicht mehr nach der letzten erfolglosen Bestellung.

Das Warten hat ein Ende. Irgendwann 

Nun, jetzt warte ich auf die Versandbestätigung und hoffe, dass diese Bestellung nicht mehr storniert wird und im Laufe dieses Jahres ankommt.