CLI vs GUI

Alexander Bondar, 26. Oktober 2009

Das war ja mal wieder eine informative Vorlesung. Gerade werden das GUI und CLI vorgestellt, da packt ein Nerd Linux-Nutzer sein Laptop heraus. Sein Ziel ist mir leider verborgen geblieben, aber dazu zum Schluss. Offensichtlich ist er einer der größten Nerds Linux-Fans, die die Welt je gesehen hat.

Sicher mit der Shell 

Nach der Auspackzeremonie hat er ein schätzungsweise 20 Zeichen langes Passwort eingegeben, um auf ein leeres Desktop zu erblicken. Abgesehen von dem Wetter-Widget begrüßte ihn nur ein abstraktes Hintergrundbild. Das erste und auch einzige Werkzeug wurde die Shell gestartet. Damit wurden Programme und Prozesse geschlossen, die der gute Student nicht benötigt hat. Warum man kryptische Eingaben einem einzigen Klick vorzieht, wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben. Denn jedes Mal musste der Befehl zur Terminierung eingegeben werden, gefolgt von seinem Passwort (wir erinnern uns an die zuvor geschätzte Länge).

Das tückische W-LAN

Nach dieser Prozedur ging der Spaß erst richtig los. Scheinbar wollte unser Linux-Student sich in das universitäre W-LAN-Netz einwählen. Was er aber auch nicht tat, seine Versuche scheiterten kläglich. Nach 20-minütiger Suche in diversen Manpages, Programmierung eigener Scripte und Studium der Konsolenausgaben entschied er sich doch noch dafür, der Vorlesung zu folgen.

Just in diesem Augenblick entscheidet sich ein Kommilitone dazu, dessen Linux-Monster anzuwerfen. Ausgestattet mit dem Ubuntu-GUI schafft er jedoch, in das ungesicherte Netzwek sich einzuwählen, um die E-Mails abzuholen. Es bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Verbindung zu den Mail-Servern verschlüsselt aufgebaut werden. Ein flüchtiger Blick auf die Betreffzeile zeigte, dass hier auch Probleme beim Linux-Einsatz diskutiert wurden.

Von dem Erfolg seines Ähnlichgesinnten beflügelt, entscheidet sich unser ursprünglicher Protagonist für einen neuen Anlauf, die halbe Vorlesung hat er ja ohnehin verpasst. Um es kurz zu machen: W-LAN wird sein Laptop frühestens zu Hause benutzt haben, in der etwas abgekürzten Vorlesung hat es auch nach 30 Minuten nicht geklappt.

Fragen über Fragen 

Das stellen sich gleich mehre Fragen, auf die ich keine Antwort weiß.

  • Wozu schleppt man 2 bis 3 kg schwere Monster mit wich herum, wenn man nur E-Mails abholen möchte? Ich gehe einfach davon aus, das man in der Vorlesung sitzt weil man etwas mitbekommen möchte und nicht, um das kostenlose W-LAN zu nutzen.
  • Wozu installiert man Linux, wenn man damit nicht einmal in das o.g. W-LAN-Netz reinkommt?